Systemtemperaturen von Heizungen
Übliche Vor- und Rücklauftemperaturen nach Heizfläche und Wärmeerzeuger und die Grenzen der Fußbodenheizung.
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| Anlage | Vor-/Rücklauf (Auslegung) | Spreizung | Bemerkung |
|---|---|---|---|
| Altanlage Heizkörper (früher Standard) | 90/70 °C | 20 K | heute überdimensioniert, meist mit weniger betreibbar |
| Heizkörper Bestand, Gas- oder Ölkessel | 70/55 °C | 15 K | Brennwertnutzung erst bei Rücklauf unter etwa 55 °C |
| Heizkörper, Niedertemperatur | 55/45 °C | 10 K | gute Brennwertnutzung, Wärmepumpe möglich |
| Heizkörper groß oder Gebläsekonvektor mit Wärmepumpe | 45/35 bis 50/40 °C | 10 K | Jahresarbeitszahl steigt je Kelvin weniger um etwa 2 bis 3 % |
| Fußbodenheizung | 35/28 °C | 5 bis 7 K | Wärmepumpe ideal |
| Fußboden: Oberflächentemperatur Aufenthaltszone | höchstens 29 °C | – | Behaglichkeit |
| Fußboden: Oberflächentemperatur Randzone | höchstens 35 °C | – | bis 1 m an Außenwänden |
| Fußboden: Oberflächentemperatur Bad | höchstens 33 °C | – |
Je kleiner die Spreizung, desto größer der Volumenstrom bei gleicher Leistung: Q̇ = ṁ × c × Δϑ. Die Vorlauftemperatur so niedrig wie möglich einstellen (Heizkurve), dann arbeiten Brennwertkessel und Wärmepumpe effizient.
Quelle: DIN EN 1264 (Fußbodenheizung, 2021) und gebräuchliche Auslegungswerte, sinngemäß. Richtwerte für die Praxis, maßgeblich sind die gültigen Normen und Herstellerangaben.