Erdungswiderstand und RCD
Die Fehlerspannung am Erder muss unter der zulässigen Berührungsspannung bleiben – dafür darf der Erdungswiderstand nicht zu groß sein.
RA=UFIΔn
Umstellen nach
- UF
- Fehlerspannung (zulässig) mV · V · kV
- RA
- Erdungswiderstand mΩ · Ω · kΩ · MΩ
- IΔn
- Bemessungsdifferenzstrom µA · mA · A
Die Formel umgestellt
- nach UF Fehlerspannung (zulässig)UF=RA·IΔn
- nach RA ErdungswiderstandRA=UFIΔn
- nach IΔn BemessungsdifferenzstromIΔn=UFRA
Größen und Einheiten
| Zeichen | Größe | Einheiten |
|---|---|---|
| UF | Fehlerspannung (zulässig) | mV, V, kV |
| RA | Erdungswiderstand | mΩ, Ω, kΩ, MΩ |
| IΔn | Bemessungsdifferenzstrom | µA, mA, A |
Merke
R_A · I_Δn ≤ 50 V. Mit einem 30-mA-RCD darf R_A bis zu 1.667 Ω betragen, mit 300 mA nur 167 Ω.
In der Praxis
Bei TT-Netzen wird der Fehlerschutz mit einer Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (RCD) erreicht. Der Erdungswiderstand wird gemessen und mit dem Grenzwert verglichen; er schwankt mit der Bodenfeuchte.
Beispiel
Ein TT-Netz wird mit einem 300-mA-RCD geschützt. Welchen Erdungswiderstand darf der Erder höchstens haben (U_F = 50 V)?