AC-Ladeleistung an Wallbox und Steckdose
Beim AC-Laden lädt der Bordlader des Fahrzeugs über eine, zwei oder drei Phasen. Die Leistung ist die Zahl der Phasen mal 230 V mal Ladestrom je Phase.
- PL
- AC-Ladeleistung W · kW
- n
- Zahl der genutzten Außenleiter (Phasen) –
- U
- Spannung je Außenleiter gegen N mV · V
- I
- Ladestrom je Phase A
Die Formel umgestellt
- nach PL AC-LadeleistungPL=n·U·I
- nach n Zahl der genutzten Außenleiter (Phasen)n=PLU·I
- nach U Spannung je Außenleiter gegen NU=PLn·I
- nach I Ladestrom je PhaseI=PLn·U
Größen und Einheiten
| Zeichen | Größe | Einheiten |
|---|---|---|
| PL | AC-Ladeleistung | W, kW |
| n | Zahl der genutzten Außenleiter (Phasen) | ohne Einheit |
| U | Spannung je Außenleiter gegen N | mV, V |
| I | Ladestrom je Phase | A |
Merke
Je Phase P = U · I mit 230 V (cos φ ≈ 1 beim Bordlader). 3 × 230 V × 16 A ≈ 11 kW, 3 × 32 A ≈ 22 kW, Schuko 1 × 10 A ≈ 2,3 kW.
In der Praxis
Es lädt immer das schwächste Glied: Wallbox, Ladekabel oder Bordlader. Viele Autos laden nur ein- oder zweiphasig – dann bleibt auch an der 22-kW-Säule wenig übrig. Am Hausanschluss ist die einphasige Last auf 4,6 kVA begrenzt (VDE-AR-N 4100, sinngemäß); Ladeeinrichtungen sind beim Netzbetreiber anzumelden, über 12 kVA zustimmungspflichtig (NAV § 19). Ladestrom am Stück lastet die Steckdose voll aus – für Dauerladen eine Wallbox verwenden.
Beispiel
Eine Wallbox lädt dreiphasig mit 16 A je Phase. Welche Ladeleistung ist das?
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