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Übertragbares Moment der Kupplung

Eine Reibungskupplung überträgt so viel Drehmoment, wie die Reibkraft der Beläge am mittleren Reibradius aufbringt – mal der Zahl der Reibflächen.

MK=μ·FA·rm·z
Umstellen nach
MK
übertragbares Kupplungsmoment Nm
μ
Reibungszahl des Belags –
FA
Anpresskraft der Tellerfeder N · kN
rm
mittlerer Reibradius (Mittel aus Außen- und Innenradius) mm · m
z
Zahl der Reibflächen –

Die Formel umgestellt

  • nach MK übertragbares KupplungsmomentMK=μ·FA·rm·z
  • nach μ Reibungszahl des Belagsμ=MKFA·rm·z
  • nach FA Anpresskraft der TellerfederFA=MKμ·rm·z
  • nach rm mittlerer Reibradius (Mittel aus Außen- und Innenradius)rm=MKμ·FA·z
  • nach z Zahl der Reibflächenz=MKμ·FA·rm

Größen und Einheiten

ZeichenGrößeEinheiten
MKübertragbares KupplungsmomentNm
μReibungszahl des Belagsohne Einheit
FAAnpresskraft der TellerfederN, kN
rmmittlerer Reibradius (Mittel aus Außen- und Innenradius)mm, m
zZahl der Reibflächenohne Einheit

Merke

Reibkraft F_R = μ · F_A, Moment je Fläche = F_R · r_m. Eine Kupplungsscheibe hat zwei Reibflächen (Schwungrad- und Druckplattenseite), also z = 2.

In der Praxis

Kupplungen werden mit einem Sicherheitsfaktor von etwa 1,2 … 1,5 über dem höchsten Motormoment ausgelegt. Rutscht die Kupplung, ist meist μ gesunken (Öl auf dem Belag, verglaste Beläge) oder F_A kleiner geworden (Belag abgenutzt, Tellerfeder ermüdet). Doppelkupplungen teilen das Moment auf zwei Kupplungen für gerade und ungerade Gänge.

Beispiel

Eine Einscheibenkupplung hat μ = 0,27, eine Anpresskraft von 4 kN und 100 mm mittleren Reibradius. Welches Moment kann sie übertragen?

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