Bremsmoment der Scheibenbremse
Beide Bremsbeläge reiben an der Scheibe. Reibkraft mal mittlerem Reibradius ergibt das Bremsmoment am Rad.
MB=2·μB·FSp·rm
Umstellen nach
- MB
- Bremsmoment einer Radbremse Nm
- μB
- Reibungszahl Belag/Scheibe –
- FSp
- Spannkraft je Belag N · kN
- rm
- mittlerer Reibradius der Scheibe mm · m
Die Formel umgestellt
- nach MB Bremsmoment einer RadbremseMB=2·μB·FSp·rm
- nach μB Reibungszahl Belag/ScheibeμB=MB2·FSp·rm
- nach FSp Spannkraft je BelagFSp=MB2·μB·rm
- nach rm mittlerer Reibradius der Scheiberm=MB2·μB·FSp
Größen und Einheiten
| Zeichen | Größe | Einheiten |
|---|---|---|
| MB | Bremsmoment einer Radbremse | Nm |
| μB | Reibungszahl Belag/Scheibe | ohne Einheit |
| FSp | Spannkraft je Belag | N, kN |
| rm | mittlerer Reibradius der Scheibe | mm, m |
Merke
Faktor 2, weil der Sattel zwei Beläge an die Scheibe drückt (zwei Reibflächen). Ein größerer Scheibendurchmesser bringt bei gleicher Spannkraft mehr Bremsmoment.
In der Praxis
Übliche Belag-Reibungszahlen liegen bei 0,35 … 0,45. Bei Überhitzung (lange Passabfahrt) sinkt μ – die Bremse lässt nach (Fading). Neue Beläge und Scheiben müssen sich erst einbremsen, bevor die volle Reibung erreicht ist.
Beispiel
Ein Bremssattel drückt die Beläge mit je 14 kN an. μ = 0,4, mittlerer Reibradius 120 mm. Wie groß ist das Bremsmoment?
Weiter mit
Spannkraft am BremskolbenBremsdruck im HauptbremszylinderBremsweg